Bremen

Stadt Bremen

Moin am Morgen, Moin am Mittag undMoin am Abend. Nicht, dass Sie sich wundern, aber in Bremen ist dies die gängige Begrüßungsformel zu jeder Tages- und Nachtzeit. Der Ursprung dieses Grußwortes liegt nämlich im ostfriesischen moi, was so viel wieschön, angenehm, gut bedeutet, und hat nichts mit dem WortMorgen zu tun. Doch was gibt es außer der besonderen Sprache noch so in Bremen zu entdecken?

Zuerst einmal ist es wichtig, dass Sie die besondere Stimmung mitbekommen. Die Zeit läuft etwas langsamer in Bremen. Man schlendert gerne über Märkte und durch Parks, verweilt in den Restaurants und Bars, die man überall findet, oder nimmt sich ein Fahrrad und fährt entlang der Deiche im Blockland oder auch durch die Stadt. Das Fahrrad ist das beliebteste Fortbewegungsmittel. Falls Sie sich auch gerne eins ausleihen möchten, finden sie einen Fahrradverleih direkt am Hauptbahnhof.

Ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß, schon einen Kilometer entfernt vom Hauptbahnhof treffen Sie auf die Altstadt, die durch eine grüne Wallanlage mit Kaffeemühle begrenzt wird. Ein kleiner Rundgang durch die Altstadt lädt nicht nur zu einer Schnitzeljagd ein, sondern führt Sie auch an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei. Hierbei gilt: Achten Sie auf die Nieten im Boden!

Kleiner Rundgang durch die Altstadt

1. Der Marktplatz

Ein Blick auf den Marktplatz oder Bremens gute Stube ist zu jeder Zeit lohnenswert, denn hier versammeln sich die wichtigsten Bauwerke mit vielen Geschichten über die Vergangenheit der Hansestadt, welche gerade zu späterer Stunde einen besonderen Eindruck hinterlassen.
Das 1405 erbaute Bremer Rathaus und der Roland gehören seit 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe der Menschheit. Sie sind ein Symbol für den Freiheitsgedanken der Stadt. Der wache Blick des Rolands ruht auf dem St.-Petri-Dom, um die Kirche im Auge zu behalten. Dem Blick des Rolands sollte man ruhig folgen und den günstigen Aufstieg auf den Domturm wagen. Falls Sie das Unigelände von dort oben suchen, halten Sie einfach Ausschau nach dem Fallturm, der sich als riesiger Bleistift am Horizont zu erkennen gibt.
Auf dem Marktplatz finden Sie auch die mit der Stadt verbundenden vier Märchentiere. Sie begegnen Ihnen in der Altstadt auf Schritt und Tritt. Vor der Bürgerschaft, von der aus die Stadt regiert wird, können Sie die Stimmen der Tiere sogar aus dem Boden hören.
Wenn man dem Nietenweg weiter folgt, trifft man in der einen Richtung auf die Böttcherstraße und in der anderen auf das Schnoorviertel.

2. Die Böttcherstraße

Gleich unterhalb des Marktplatzes schmückt das goldene Fassadenrelief Lichtbringer den Eingang der Böttcherstraße, die einen auf 100 Meter in eine expressionistische Stilwelt entführt. In der Böttcherstraße befinden sich Gastronomie, Kunstgewerbe, zwei Museen und ein Glockenspiel aus 30 Meißner Porzellanglocken. In einem der zahlreichen Restaurants sollten Sie auch die Bremer Spezialitäten wie Kohl & Pinkel, Knipp oder Labskaus probieren.

Am Ende der Böttcherstraße führt der Weg auf die Schlachte.

3. Die Schlachte

An der Weserpromenade Schlachte bietet sich die Zeit, entspannt an der Weser zu schlendern, oder die Gelegenheit, in einem der vielen Lokale vortrefflich zu rasten. Um nicht nur an der Weser, sondern auch auf der Weser zu sein, braucht man nur dem Pannekoekschip einen Besuch abzustatten. Bei Kaffee und Pfannkuchen sieht man durch den Stand des Wassers auch, dass die Nordsee gar nicht so weit entfernt ist.

Folgt man dem Weg an der Weser entlang, führt uns unser Weg ins Schnoorviertel.

4. Der Schnoor

Die alten Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert reihen sich im Schnoor wie Perlen aneinander, was dem Viertel auch seinen Namen einbrachte, denn Schnoor ist plattdeutsch für Schnur. Nirgendwo sonst in Bremen finden Sie auf wenigen Metern so viele Gastronomien, Kunstgewerbegeschäfte und Souvenirläden wie im ältesten Viertel der Stadt. Es lohnt sich, die Augen offen zu halten, um auch die schmalste Gasse zu entdecken.

Der Schnoor ist der letzte Punkt auf dem Rundweg. Wenn man dem Nietenweg weiter folgt, kommt man wieder am Marktplatz heraus. Jedoch könnte man auch an der Domsheide (Treffpunkt der vielen Straßenbahnen) in Richtung der Straßenbahnlinie 2 oder 3 einen Abstecher ins Viertel unternehmen, das nur wenige Gehminuten vom Schnoor entfernt ist.

5. Das Viertel

Das Viertel ist der Szene- und Kulturtreff von Bremen. Sie treffen hier auf Kitsch, Kunst, Theater, Museen und ein individuelles, abwechslungsreiches Nachtleben. Zu jeder Tages- und Nachtzeit findet man Restaurants und Bars oder einen gemütlichen Platz zum Verweilen.

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Weiterführende Links:
www.bremen.de
www.bremen-tourismus.de